Bodyguard Kiba 2

Apr 23rd, 2008 | By Kazushi | Category: Bodyguard Kiba 2, Kritiken

Die frühen Zusammenarbeiten von Manga-Autor Hisao Maki und Takashi Miike sind keine Ruhmesblätter in der Filmographie des Regisseurs (es bleibt zu hoffen, dass Maki über die Jahre dazu gelernt hat und die „Waru“-Filme dahingehend weniger Schwächen haben). War die zweite Zusammenarbeit der Beiden „Bodyguard Kiba“ trotz vieler Schwächen insgesamt noch einigermaßen unterhaltsam, fallen die ein Jahr später entstandenen, direkt nacheinander abgedrehten beiden Sequels noch einmal kräftig ab. Und gerade „Bodyguard Kiba 2“ (aka „Bodyguard Kiba: Combat Apocolypse“ aka „Bodyguard Kiba: Apocalypse Of Carnage”) kann als Tiefpunkt in der Karriere von Takashi Miike bezeichnet werden.

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Die von Maki ersonnene Alibi-Story führt den Helden Kiba (Takeshi Yamato) auf Befehl seines weisen Meisters (Hisao Maki selbst) nach Taipei, wohin er eine junge Frau eskortieren soll. Doch dort bekommt er es mit Verbrechern zu tun, die ihm schnell Schläger auf den Hals schicken. Warum? Egal, Motive sind hier sowieso zwecklos, geht es doch einfach drum die etwas über eine Stunde lange dauernde Laufzeit mit ein paar Prügeleien zu füllen.

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Die Inszenierung von diesen war schon im Vorgänger nicht Miikes Stärke und hier verdeutlicht sich das noch mehr. Die Kampfszenen sind völlig undynamisch geraten, woran nicht nur die Inszenierung Schuld trägt, sondern auch ein hüftsteifer Takeshi Yamato, der mit Leichtigkeit seine erbärmliche Performance aus dem Vorgänger unterbietet. Für wenig Positives sorgt der schrullige, durch geknallte Verbrecherboss, der scheinbar völlig als Parodie auf weise Kung-Fu-Master aus alten Shaw Brothers Filmen angelegt ist (Höhepunkt: eine abgefahrene Tanzszene in einem Club). Auch eine Rückblende, die durch die Nutzung von schlechtem, alten Filmmaterial verdeutlicht wird, entpuppt sich als kleines inszenatorisches „Glanzlicht“.

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Das sind aber seltene lichte Momente, dem gegenüber stehen zahlreiche Zweifelhafte. Gipfel der Überflüssigkeit ist zum Beispiel ein grundloser „Austausch“ der Hauptfigur. Die wird angeschossen und von da an, übernimmt einfach ein anderer, wenigstens ein wenig dynamischerer, Bodyguard (Takanori Kikuchi) die Prügelei mit den Schurken (die Story versucht den Wechsel auch noch mit ein paar überflüssigen Twists aufzuwerten).

„Bodyguard Kiba 2“ ist daher ein Werk, welches man wirklich nur Miike-Komplettisten ans Herz legen kann. Sonst dürfte kaum jemand mit den knapp siebzig, recht sinnlosen, Minuten seine Freude haben.

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